Persönliche- und zwischenmenschliche Kompetenz

Die persönliche und zwischenmenschliche Kompetenz nimmt in der heutigen Gesellschaft einen wichtigen Stellenwert ein und kann laufend verbessert werden - egal ob bei Mitarbeitern oder beim Kaderpersonal. Der Umgang im persönlichen Kontakt mit Mitmenschen steht im Fokus. Im Kurs werden wirksame Werkzeuge vermittelt, mit denen die Kursteilnehmenden den vielschichtigen Anforderungen im Bereich der täglichen Arbeit, der berufsspezifischen Belastungssituationen und der internen Arbeitsstrukturen und Problemen kompetent begegnen können.
Wir stützen uns auf jahrelange Erfahrung in der Vermittlung von persönlichen- und zwischenmenschlichen Kompetenzen für Blaulichteinheiten. Dieser Kurs wurde mittlerweile von über 700 Polizisten und Polizistinnen verschiedener Korps der Ostschweiz besucht. Mit dem Kurs soll ein einheitliches Kommunikationsniveau, das im ganzen Korps zu einer besseren Kommunikationskultur und damit zu verbesserter Konfliktbewältigung sowie Förderung der Teamfähigkeit führt, erreicht werden.

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Zielgruppe

Polizisten und Polizistinnen von Schweizer Polizeikorps.
Verwaltungs- und Administrativpersonal von Schweizer Polizeikorps
Professionelle Feuerwehrkorps

Für Polizistinnen und Polizisten, die die BBT Prüfung in den letzten 5 Jahren abgelegt haben, sind einige Themen Vertiefungen ihres Unterricht in der Polizeipsychologie.

Kursziele

  • Sie kennen Prägung & Sozialisation und deren Wirkung auf Ihre Werte und Leitsätze und können dieses Wissen unter Berücksichtigung ihres Persönlichkeitstypen reflektieren und zur eigenen Entwicklung einsetzen.
  • Sie kennen die Phasen der Gruppenbildung und die informellen Teampositionen in ihrem Team. Mit diesem Wissen können Sie sich selbst positionieren und das eigene Rollenverhalten steuern.
  • Sie kennen die fünf Phasen der Wahrnehmung, können die eigene Wahrnehmung einschätzen und diese Reflexion in der Kommunikation gewinnbringend umsetzen. Sie kennen die Wirkung der Körpersprache und können mit diesem Wissen ihre beruflichen Beziehungen optimieren.
  • Sie kennen das Sender-Empfänger Modell und können es im Gespräch anwenden. Unterstützend lernen Sie die Kommunikationstechnik des konstruktiven Feedbacks kennen und können es in Ihrem beruflichen Kontext anwenden. Sie kennen Frageformen der Einvernahmepsychologie und können diese zielorientiert anwenden.
  • Sie wissen, wie Konflikte entstehen und können dieses Wissen einsetzen, um ihre Konflikte besser zu lösen. Zur Vertiefung lernen Sie drei Konfliktlösungsmodelle kennen und wissen, in welchen Situationen Sie diese anwenden können. Sie kennen die 5 Eskalationsphasen und können dieses Wissen phasenspezifisch in Ihrem Verhalten umsetzen.
  • Sie verstehen die körperlichen und psychischen Ursachen und Auswirkungen von Stress und wissen, welche Strategien für Ihre Stressprävention und die -verarbeitung am besten nützen. Darüber hinaus lernen Sie gesundheitsfördernde Massnahmen kennen und können diese anwenden.

Inhalt und Methodik

Als Einstieg in die dreitägige Weiterbildung wird die eigene Persönlichkeit unter Berücksichtigung prägender und sozialer Einflüsse thematisiert und mit einem Selbstfeedback (MBTI) ergänzt. Zudem werden die wichtigsten Werte erarbeitet und in eine persönliche Wertehierarchie eingefügt. Anschliessend wird das eigene Verhalten im Team unter dem Gesichtspunkt der Gruppenbildung und –entwicklung als auch der Teamdynamik sowie unter Berücksichtigung der eigenen formellen und informellen Rolle im Betrieb praktisch erarbeitet.

Als Grundlage werden die fünf Phasen der Wahrnehmung analysiert und daraus Erkenntnisse für die praktische Umsetzung in der Kommunikation gewonnen. Insbesondere wird die Interpretation der Wirklichkeit und der Körpersprache genauer beleuchtet und in das eigene Verhalten integriert. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden in die verbale Kommunikation einfliessen. Die Teilnehmenden lernen dazu, unter Einbezug des Sender-Empfänger-Modells, drei Grundtechniken der Gesprächsführung kennen.

Als weitere Vertiefung werden die Ursachen sowie Formen von Konflikten untersucht. Anhand von persönlichen Beispielen werden drei Konfliktlösungsmodelle erarbeitet und in die neun Phasen der Konflikteskalation integriert.
Der Begriff „Mobbing" wird geklärt und ein typischer Mobbingverlauf aufgezeigt. Zum Abschluss der Ausbildung wird die psychologische und biologische Prävention, Entstehung, Auswirkung und Verarbeitung von Stress thematisiert und in Form von konkreten persönlichen Veränderungszielen gewinnbringend umgemünzt. Insbesondere wird der Begriff „Burnout" geklärt und mögliche Präventivmassnahmen definiert.

Der Kurs ist nach heutigen Erwachsenenbildungsmassstäben konzipiert und wird kurzweilig und abwechslungsreich durchgeführt. Es werden die abwechslungsreiche Methoden wie Lehrgespräch, Plenumsdiskussionen, Impulsreferate, Einzel- und Gruppenarbeiten, Videoanalysen etc. eingesetzt.

Arbeitsbuch


Das Arbeitsbuch zum kompetenten Umgang mit sich und anderen wird in diesem Kurs als Lehrmittel genutzt. In den einzelnen Kapiteln werden Bereiche wie das menschliche Verhalten, Wahrnehmung und Kommunikation, Stress und Psychohygiene, Krisen, Trauma, Aggression und Gewalt thematisiert. Die Teilnehmenden sind eingeladen, mittels verschiedener Übungen, Fragestellungen und anschaulichen Praxisbeispielen sowie der eigenen Lebenserfahrung die Inhalte durchzuarbeiten. Sämtliche Fremdwörter sind im Text oder in einer Fussnote übersetzt. Somit ist das Buch leicht leserlich und gut zu verstehen. Eine Merkblattsammlung zu allen Themen und ein Index runden das Buch ab.

aktuelle Kurse


Der Kurs wird aktuell in dreitägigen Blöcken von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Kantonspolizei Appenzell Ausserhoden, der Kantonspolizei Graubünden und der Liechtensteinischen Landespolizei besucht.

Interessierte Polizei- oder Feuerwehrkorps können über das Kontaktformular weitere Informationen beziehen.

Seminarleitung

Mario Müller-Rottmann, Percoms AG, ehem. Fächerchef Polizeipsychologie PSO